Glossar

Vorlauftemperatur

Temperatur des Heizwassers auf dem Weg zu den Heizflächen – die wichtigste Praxisgröße für die Wärmepumpen-Tauglichkeit eines Gebäudes.

Die Vorlauftemperatur bezeichnet die Temperatur, mit der das Heizwasser vom Wärmeerzeuger zu Heizkörpern oder Fußbodenheizung strömt. Alte Kesselanlagen arbeiten oft mit hohen Vorlauftemperaturen; moderne Systeme kommen mit deutlich weniger aus, weil größere Heizflächen die Wärme auch bei niedriger Temperatur in den Raum bringen.

Für die Wärmepumpe ist diese Größe zentral: Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet sie und desto besser fällt die Jahresarbeitszahl aus. Ob ein Bestandsgebäude wärmepumpentauglich ist, lässt sich deshalb einfach testen – Vorlauftemperatur an der bestehenden Heizung absenken und prüfen, ob die Räume an kalten Tagen warm bleiben.

Liegt die nötige Temperatur zu hoch, helfen gezielte Maßnahmen: einzelne Heizkörper vergrößern, hydraulischer Abgleich oder Dämmung der größten Schwachstellen. Solche Schritte senken die Vorlauftemperatur dauerhaft und werden je nach Maßnahme über die Heizungsförderung oder die BEG Einzelmaßnahmen bezuschusst.

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